Sonntag, 27. September 2009
Klettern am Fushan (Sa, 26.09.09)
Das Handy auf dem Nachtisch klingelte. Zwar recht zügig, doch eigentlich nur, weil es eine Art Reflex ist, ging ich ran. Eine zwar bekannte, jedoch ungewohnte Stimme sprach zu mir. Ich war nicht sofort in der Lage ihr eine Antwort auf ihre Frage zu geben.
Es war 11 Uhr und ich lag immer noch im Bett. Besser gesagt, ich bin gerade erst aufgewacht. Zu viel Alkohol und ein nach Hause kommen nach 4Uhr fordern nun mal ihren Tribut. Die anfangs nicht zuordenbare Stimme stellte sich als die Franks raus, dem Chef der Agentur, die mich hierher brachte. Er lud mich zum Klettern ein. Nach anfänglichem Zögern, weil ich nicht wusste, wie lange ich heute durchhalten könnte und weil ich eigentlich mal Chinesisch lernen sollte, willigte ich schließlich doch ein. Zusammen mit zwei Chinesen und einem deutschen Freund schlugen wir uns durch die verwucherten Pfade den Fushan hinauf. Das nächste Mal jedoch werde ich direkt an den Beginn de Pfades kommen und nicht wieder erst in die Stadt zum Treffpunkt fahren. Ich war so knapp in der Zeit, sodass ich das ganze Stück von der einen zur anderen Bushaltestelle joggen musste. Was an sich nicht so tragisch wäre, aber mit Flopflops tatsächlich eine Herausforderung darstellt. Doch da sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Wieso trug ich Depp überhaupt Flipflops und keine festen Schuhe? Völlig geblendet von der Freude endlich mal wieder offene Schuhe tragen zu dürfen und mit dem Wissen, dass ich auf dem Berg Kletterschuhe erhalten würde, vergaß ich völlig den 30-45 minütigen Fußmarsch zur Kletterwand. Die zu laufenden Trampelpfade bescherten einem wahrliche Abenteurer-Romantik, mir aber lediglich Kopfzerbrechen. Der Schritt musste noch viel bedachter als eh schon gesetzt werden, wenn ich meine Füße und Schuhe heil hoch und runter bringen wollte. Zu allem Überfluss, kam ich mir anfangs noch völlig fehl am Platz vor. Die Kletterrouten waren sehr anspruchsvoll, meine Begleiter jedoch recht ER- und ich völlig UNerfahren. Aber ich schlug mich am Ende recht gut und erreichte mehr, als ich anfangs dachte. Klettern ist ein schönes Gefühl, wenn man denkt, man könnte nicht weiter, man dann nur durch ein kleines Verrücken eines Beines eine neue Ausgangslage erreicht und es auf einmal total einfach ist weiterzuklettern. Oder wenn man nach dem Besteigen vor lauter Überanstrengung die Hände nicht mehr zusammendrücken kann und die Unterarme noch 10min danach der Durchblutung wegen warm pulsieren. Glücklicherweise war außer mir noch ein Mädel in meinem Alter anwesend, die noch wenig Erfahrung hatte und mich somit etwas besser dastehen ließ. Nachdem wir alle erschöpft und teilweise vom Wind durchgefroren waren, begannen wir den Abstieg, vor dem ich mich am meisten fürchtete. Wie kann man nur so dumm sein und bei einer Bergbesteigung Flipflops tragen. Es war wirklich nicht einfach, aber ich kein einziges Mal ausgerutscht und habe von dem Trip außer kleineren Wunden und dreckigen Füßen keine weiteren Schäden erhalten.

Pfad Meine_Tour
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Freitag, 25. September 2009
Chinas Geburtstag Teil 1 (Fr, 25.09.09)
Am 1. Oktober 2009 ist es soweit: der Geburtstag der Volksrepublik China (ja nicht zu verwechseln mit der Republik China, die ihr auf Taiwan findet ;) jährt sich zum 60sten Mal. Dass so ein Ereignis gebührend gefeiert werden muss, das versteht sich von selbst. Doch das muss man den Chinesen nicht sagen. Deswegen werden überall im Land Vorbereitungen getroffen und die Städte geschmückt. In Qingdao sind das große, aus Blumen zu scheinen bestehende, Tafeln. Außerdem wurden an jeder zweiten Laterne von größeren Straßen jeweils zwei Nationalflaggen errichtet. Und an wirklich jeder Laterne, und das nicht nur von den ganz großen Straßen, Schilder mit folgender, pittoresker Aufschrift: Lang lebe die großartige Volksrepublik China! Das andere Schild, das immer daneben hängt muss ich noch übersetzen ;-).
Wird abzuwarten sein, was noch so alles in der Zeit passiert. Die Feiertage beginnen am 01.10. und gehen eine Woche. In dieser auch „Goldenen Woche“ genannten Zeit haben irgendwie ALLE frei. Dementsprechend überfüllt ist jeder Ort, der irgendwie lohnenswert zum Anschauen sein soll. Man erinnere sich an die Woche als ich das erste Mal in China war. *apathisch-und-zitternd-daran-zurück-erinner* ;-)
Was genau ich/wir dort machen werden, ist noch nicht klar. Einfach in Qingdao zu bleiben ist auch zu schade, wenn man schon mal mehrere Tage am Stück frei hat. Werde euch auf dem Laufenden halten.
Oh mein Gott, es ist ja schon so spät! Ich muss in ner halben Stunde in der Stadt sein. Treffe mich dort zum Essen mit paar Mädels, die morgen das Land wieder verlassen werden. Das schaff ich ja nie, außerdem bin ich noch gar nicht hungrig. Aber was essen muss ich, bevor ich mich nachher zum Tanzen treff. Der Tim, ein weiterer ungarischer Mitbewohner und ich treffen uns mit dreien von der nigerianischen Marine. Einen davon hab ich beim Kaffee trinken kennen gelernt. Die haben ein bilaterales Abkommen mit China und nun sind sie hier auf einer viermonatigen Fortbildung. Aber Weggehen bedeutet erstmal wieder, bevor wir einen Club betreten, ne Flasche Baijiu zu leeren (man erinnere sich: Baijiu = 60% meist eklig schmeckender Schnaps). Dabei haben wir zur Freude des Lebens erst gestern um 18Uhr eine gekippt, damit der Film Waynes World noch lustiger wird ^^. Naja, was tut man nicht alles. Man hat’s halt nicht leicht. Aber was mach ich nun? Mich beeilen oder absagen? Da ich mich aber eh um 21Uhr mit den anderen treffe, werd ich mich wohl beeilen und rüberfahren. Was bedeutet, dass hier nun Schluss mit Schreiben ist. Habt eh schon genug von meinem Nonsense gelesen =).

Machts gut und wünscht mir Glück,
Stefan

PS: Zum Glück gehn wir heute Abend und nicht morgen weg. Hab heute auf der Arbeit erfahren, dass wir am So arbeiten müssen -_-



Von Straßennamen, Roten Wellen und Fahrrädern (Fr, 25.09.09)
Kann mir mal jemand erklären, weswegen es mehrere Haltestellen mit demselben Namen gibt? Klar, sie liegen an derselben Straße, aber an völlig unterschiedlichen Enden. Wie soll man denn dann das eh schon so komplizierte Busnetz verstehen, wenn man somit nicht einmal mehr so ohne weiteres nachprüfen kann, ob es eine andere Linie gibt, die an derselben Station vorbei kommt. *kopfschüttel* , ich muss mal bei Gelegenheit so einen Fahrplan euch zeigen, damit ihr die Schwierigkeit leichter nachvollziehen könnt. Deswegen kam ich dem letzt auch zu spät zu einem Treffen. Ich war schon zu spät dran und war deswegen froh darüber, dass gerade ein Bus kam, in dem ich noch nie saß, der aber zufällig an derselben Station vorbeikommt. Dummerweise bog der Bus an der nächsten Kreuzung rechts ab, anstatt noch einen Kilometer nach unten zu fahren. Dummerweise hielt er dann auch schon wieder an der nächsten Parallelstraße, wodurch ich vielleicht 5min von meinem Haus entfernt war und den Rest nach unten laufen durfte, was eine halbe Stunde benötigte.
Aber es gibt auch Gutes zu berichten vom chinesischen Straßenverkehr, wenn man das verwirrende jedoch super ausgebaute und alle Teile miteinander verbindende) öffentliche Verkehrsnetz, die zum Teil mega überfüllten Straßen (aber jeder will nun mal irgendwann den Luxus Auto genießen) und die Gittersperren in der Mitte (die nur an wenigen Zebrastreifen und Kreuzungen unterbrochen sind, über die man aber mit etwas Geschick springen kann) vergisst. Aber eigentlich ist es von Grund auf weder schlecht noch gut, sondern kommt auf das Temperament des Fahrers an. Ich spreche von roten Ampeln. Ich bin nun schon mehrere Male nachts von der Innenstadt mit dem Taxi nach Hause gefahren. Normalerweise zahle ich für die 10km ca. 23RMB, aber manchmal auch 33RMB. In Deutschland gibt es die Grüne Welle, in China die Rote Welle. Es gab Abende, an denen wir fast an jeder Ampel standen, und das manchmal ne ganze Minute lang (in China gibt’s ja oft runter zählende Zahlen an den Ampeln). Wäre ja auch sinnvoll, wenn andere Autos passieren würden oder die Kreuzungen klein und uneinsichtig wären, aber das ist in meinem Außenbezirk nicht der Fall, weswegen andere Wagen oder vollbeladene LKWs ungebremst über die Kreuzung rasen oder einen leichten Schlenker in die Seitenstraße machen, um hinter auf der eigentlichen Strecke weiterzufahren. Vor ein paar Tagen hatte ich dann endlich das Glück einen Taxifahrer zu erwischen der die zweite Methode beherrschte und anwandte. Somit war ich schneller zu Hause und musste nicht traurig mit ansehen wie der Taxameter während dem Warten an der Ampel steigt. Ich überlege sogar schon beim Einsteigen die Fahrer zu fragen, ob sie an roten Ampeln halten oder nicht ^^.

Die Frage ob ich mir ein Fahrrad besorgen soll oder nicht, habe ich mehr oder weniger abgehakt. Zwar stehe ich gerade einem super Angebot gegenüber, durch das ich ein neues Mountainbike, gefedert, für nur 200.- anstatt 500RMB erhalten könnte. Alles schön und recht, aber man braucht Ziele, bevor man sich ein Fahrrad zulegt. Und die einzigen Ziele, die ich hier in der Nähe hätte, sind der Kindergarten und vielleicht noch das Meer. ALLES andere liegt außerhalb bequemer Reichweite oder ist nicht vorhanden (wie ein Park oder so). Zudem ist hier alles sehr hügelig und ich kann für nur 10 oder 20ct mit dem Bus fahren, der in meiner Ecke hier auch nicht so ekelig überfüllt ist. Außerdem ist die Strecke zum Kindergarten nicht ganz so klein. Wenn ich sie mit dem Fahrrad zurücklegen wollte, müsste ich weit früher als 7Uhr aufstehen und das ist schlicht und ergreifend ein Todschlag-Argument. Es siegt also wieder einmal die Faulheit...hey, gar nicht wahr! Meine Argumente sind echt gut! Und zusätzlich brauch ich nun nach der Zeit hier keinen Käufer finden, der mir das Fahrrad abkauft. So und nun Ruhe, ich will nichts mehr darüber hören. Ich bin zufrieden mit meiner Entscheidung und ich schloss sie nicht, weil ich nur zu faul bin!



Montag, 21. September 2009
Laoshan Gebirge – Idylle in unmittelbarer Nähe (Sa, 20.09.09)
Weil Josefine morgen nach Nanjing weiterfahren wird und wir durch die große Entfernung von Nanjing zum Taishan diesen Ausflug nicht gemeinsam machen werden, fuhren wir stattdessen heute auf in das Laoshan Gebirge 崂山. Einer seiner Gipfel ist 1133m hoch. Besonders berühmt ist das Gebirge besonders durch seine enge Verbindung zum Daoismus, einer 2400 Jahre alten chinesischen Philosophie und wegen des „ersten“ chinesischen Kaisers Qinshi Huangdi. Dieser soll in dieses Gebiet während seiner Suche nach dem Elixier der Unsterblichkeit in dieses Gebiet gereist sein. Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt. Die Landschaft und die Steinformationen sind so schön anzusehen. Vor allem der Kontrast zwischen den Bergen und dem Meer macht dieses Gebirge nochmal extra interessant. Leider lag über der See dichter Nebel, weswegen man es nie blau schimmern sah.
Nachdem ich versucht habe herauszufinden, mit welchen Bussen wir in das Gebiet fahren können und welche Route wir nehmen, konnten wir am Ende natürlich doch nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Ende fahren. Bevor das ganze Gebiet anfing, sahen wir uns auf einem großen Busparkplatz wieder, an dem wir ein Ticket zur Weiterfahrt für 30RMB kaufen mussten und gleichzeitig die Eintrittskarte für 70RMB. Ruckzuck waren wir also 10EUR los. Für meinen nächsten Ausflug muss ich eine neue Lösung finden.
Im Gebiet angekommen und nachdem wir uns mit Wasser und etwas zu essen versorgt haben, ging es die perfekt montierten Wanderwege entlang. Die gesamte Strecke wurde mit dicken Granitsteinen verlegt, die eine bequeme Bewerkstelligung des Pfades möglich machte. Doch so schön die Natur auch sein mag, am Anfang war das Bild wie an allen chinesischen Touristen-Orten von tausenden (zumindest gefühlte 1000) Souvenirständen. Eine endlos erscheinende Reihe von Zelten, die alle mehr oder weniger dasselbe anboten. Lediglich unterbrochen von Männern, die anboten einen auf einer Bahre die Treppen hochzutragen. Als wir diesen Bereich hinter uns ließen, verschwanden auch seltsamerweise die Scharen von Touristen. Nach etwa einem Sechstel der Strecke war es angenehm ruhig und wir konnten die Natur tatsächlich ohne Ablenkungen genießen. Diese Stille wurde lediglich von meinem quietschenden Rucksack und den Leuten, die Tee und andere Lebensmittel anbieten, unterbrochen. Immer mal wieder gibt es jemanden, der seine Ware anbietet. Aber das kann ja auch nützlich sein und außerdem gibt es China keine VÖLLIGE Einsamkeit ;-). Ja, aber nun zu meinem Rucksack. Für teures Geld hab ich mir den während meines letzten Chinaaufenthaltes besorgt, originale Vaude Ware und ich erinner mich auch nicht, dass er jemals Geräusche von sich gab. Wieso also quietscht er nun auf einmal bei jedem Schritt, ja sogar beim Ein- und Ausatmen!! Wenigstens könne meine neuen Wanderschuhe alles (Wasserdichtheit an Bachlauf getestet).
Der Tag war auf alle Fälle wundervoll, das Wetter ideal und als Abschluss fanden wir auf dem Rückweg (den es auf der Karte nicht mehr gab und der deswegen auch ungepflegt und leicht überwuchert war) ein altes Ehepaar, das ein kleines Teefeld betrieb, auf dem man gleichzeitig ihren Tee trinken und kaufen konnte. Laoshan Tee gilt als regionale Spezialität, weswegen man auch rund auf den Berghängen Teefelder angelegt sind. Ungleich besser als an allen Gelegenheiten, die wir vorher geboten bekamen, tranken wir also in einem Teefeld sitzend Tee von einem alten, buckligen Chinesen. In China trinkt man nicht mit Beuteln, sondern nur mit den Kräutern an sich. Die kommen in die Kanne und werden so lange mit neuem Wasser begossen, bis sie keinen Geschmack mehr hergeben. Dementsprechend wurden wir von dem alten Greis „abgefüllt“. Der Teestand meines kleinen Tässchens erreichte nicht ein Mal den Boden, weil es stetig wieder aufgefüllt wurde. Die dementsprechend überfüllte Blase war erst später ein Thema ;-).
Zurück zum Ausgangspunkt ging es wieder mit Bussen, in die wir aber nur einsteigen konnten, in dem wir bei einem trampten. Die eigentliche Bushaltestelle wäre 1h Fußmarsch entfernt gewesen. Ein Glück, dass so was hier nicht so ein Problem wie in Deutschland ist.

Den Abend verbrachte ich in der Jugendherberge von Josefine, in dessen Bar zufällig der Monatsabend meiner Praktikums-Organisation stattfand. Dort treffen sich alle, die etwas mit der Organisation zu tun haben. Habe dort auch neue, nette Leute kennen gelernt. Vielleicht eine Chinesin, die mir Kalligraphie beibringen kann und natürlich weitere Horrorgeschichten bezüglich der Familien und der Scheinheiligkeit der Agenturs-Mitarbeiter. Das Hauptproblem scheint nachwievor zu sein, dass die Agentur mit Sprachunterricht für die chinesischen Kinder wirbt, die Studenten davon aber nichts wissen und dass das Geld, dass man für die Familie bezahlt hat, deswegen nicht an die Familie weitergeleitet wird. Schließlich würde man dort „arbeiten“, laut dem Deal. Toitoitoi, das kann ich nur wiederholen, dass ich niemals auf diese Leute angewiesen bin und dass meine Familie so super bleibt wie bisher! Und falls ich doch mal auf die Agentur angewiesen bin, bringt es vielleicht etwas, dass ich mich mit dem Chef gerade etwas gut stell. Er geht regelmäßig klettern, was ich auch gerne mal machen würde. Deswegen habe ich mit ihm schon ausgemacht, dass ich das nächste Mal mitkomme. Somit bekomme ich die Chance Sport zu treiben und stelle vielleicht eine bessere Beziehung zu ihm her als der Rest der Praktikanten. Vielleicht würde ich dann nicht so schlecht behandelt werden? Wobei ich ja persönlich bisher nur gute Erfahrungen machte und mich immer sehr nett mit den Leuten unterhalten habe.

Das erste Bild zeigt übrigens einen Ausflug in den Park des Alten Steinmannes. Sehr schön dort und nur 20min von mir entfernt! An manchen Stellen des Parkes hörte man sogar nicht mehr die laut schallende Musik, die aus Lautsprechern am Eingangsbereich dröhnte. Wenige Augenblicke, in denen man sich tatsächlich wie in der Natur fühlte.

Shilaoren TEXT
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Wanderschuhe, Jacke und Haarspray
Fragt mich nicht, aber ich kann mein Jäckchen immer noch nicht finden. Doch langsam gibt es Tage mit Temperaturen, an denen man nicht nur mit einem T-shirt bekleidet den Tag verbringen möchte. Somit werde ich gezwungen sein eine neue Jacke zu kaufen, außer ich trage immer meine Trekking-Jacke, was modisch wohl ein Griff ins Klo gleicht.
Um beim Thema Mode zu bleiben. Damit ich in der Welt da draußen glänzen und die Gemüter vor Neid erblassen lassen kann, pflege ich mein Haar und style es mit den Errungenschaften der westlichen Hairstyling Industrie. Als krönender Abschluss einer jeden In-Form-Bringungs-Aktion im Bad, wird Haarspray oder besser –lack in das fertig gestylte Haar gesprüht. Da ich wusste, dass es in westlichen Ketten in China nahezu alle Produkte verfügbar sind, nahm ich aus Deutschland nur eine kleine Dose Haarlack mit. Diese ist nun seit gut einer Woche leer und Nachschub ist noch nicht in Sicht. In chinesischen Geschäften einfach nicht existent, fand ich aber auch im Carrefour (Jialefu) nicht meine gewünschte Ware. Lediglich Haargel hätte ich mir kaufen können. Das alles bedeutet, dass mein „Glänzen“ in der Welt stark an Glorie verloren hat und ich nun lediglich Wall-Mart als meine letzte Chance ansehe, zu dem ich mal gehen sollte, der aber recht weit weg ist.

Lange, lange habe ich gesucht und am Ende mehr oder weniger gefunden: ich bin Besitzer von Wanderschuhen der Marke Jack Wolfskin. Da ich nur große und sehr steife Wanderschuhe besitze (die qualitativ zwar top sind, mit denen ich aber unglaubliche Knieschmerzen bekomme), wollte ich mir halbhohe, wasserdichte Wanderschuhe kaufen, die ausreichend federn und trotzdem so fest sind, damit ich mit ihnen mit Gepäck über Geröll auf einem Berg wandern kann. Gefunden habe ich sie nun, aber es war ein weiter Weg. Das Problem war, dass die Schuhe nicht günstiger als in Deutschland sind, außer es wird gerade eine mega-super-tolle Rabattaktion gestartet. Diese kann man aber nicht voraussehen. Anfangs gabs sie auch nicht, aber auch China ist Verlass. Das Mykal Department Store (ein 7-stöckiger Komplex mit verschiedensten Marken dieser Welt) feierte dritten Geburtstag und bot Rabatte von 20-60%. Somit entschied ich mich am Ende gegen GoreTex Schuhe und Schuhe unbekannter Trekking-Marken für Jack Wolfskin wegen dem preislichen Unterschied, der möglichen Garantie in Deutschland und weil die Wasserdichtheit, nach Recherchen von mir, angemessen zu sein scheint. Ich hoffe, ich werde nicht enttäuscht. 62Eur zahlte ich nun, anstatt 90.- .



Freitag, 18. September 2009
Ein erlebnisreicher Tag (Do, 17.09.09)
Er begann eigentlich recht unspektakulär. Ich war ein wenig im Rückstand mit meiner Schlafmenge, war am Vormittag im Kindergarten und schlief/döste am frühen Nachmittag im Bett, anstatt Chinesisch am Schreibtisch zu lernen. Auf 16Uhr traf ich mich mit Josefine in der Altstadt. Ich häng auch mal ein Bild im Anhang. Bei B wohne ich, der erste Punkt ist mein Kindergarten und A ist die Altstadt, in der die deutschen ihre Stadt gründeten. Dort befinden sich diese alten Gebäude, der Bahnhof, eine Einkaufsstraße etc. Es gibt zwar auch lebhafte und sich lohnende Orte, die näher liegen, aber das ist nun mal die Entfernung, die ich gestern mal wieder zurückgelegt habe, auch, weil sich Josefines Hostel in der Nähe befindet. Nun ratet mal, wie viele Kilometer diese Strecke lang ist. Sage und schreibe 20km! Das ist so weit wie nach Sindelfingen reinzufahren, doch hier kurve ich nicht zwischen Wiesen und Wäldern, sondern nur durch die Stadt. Für diese Strecke braucht man mit dem Bus im Schnitt 1h10min. In dieser Zeit, kann ich von Freiburg aus, weiter als nach Karlsruhe fahren. Von Ostelsheim aus ist das fast bis nach Ulm. Und von Freiburg nach Konstanz damals hab ich, wenn es gut lief, 1h30min gebraucht. Man stellt sich hier also die Frage: „Hmm, was mach ich heut Nachmittag? Ein bisschen durch Ulm schlendern? Joh, warum nicht, liegt ja fast um die Ecke!“

Den Anfang unserer Tour machte der Pier von Qingdao – einem Wahrzeichen der Stadt, nicht nur, weil man ihn auf den Bierflaschen der Marke Tsingtau sehen kann. Er ist 440m lang und wurde eigentlich als Militärhafen von den Deutschen errichtet. Heute nutzen ihn Touristen oder ältere Chinesen, die nicht wissen, wo sie sonst einen Sprungturm finden können. Wir sahen einen Mann, der hinten bei der Pagode von der Mauer aus andauernd kunstvoll ins Wasser sprang. Warum auch nicht und das Publikum war ihm sicher ;).
Nach einem längeren Gespräch über Sinn und Unsinn schriftlicher Leistungen und Anforderungen im Studium, gingen wir nicht mehr auf den sich hinter uns befindenden Hügel, sondern gleich in Richtung einem leckeren Jiaozi-Restaurant, das Josefine am Vortag gefunden hatte. Jiaozi sind, für alle Unwissenden, im Prinzip kleine Maultäschchen. Mit Teig ummanteltes Fleisch und Gemüse (http://www.fongkee.com/images/dumplings.jpg). Aber die Bestellung war ein einziges Missverständnis, wie es schon lange nicht mehr vorkam. Da Josefine Vegetarierin ist und ich mit Fleisch hier auch keine guten Erfahrungen gemacht habe, wollten wir nur Gerichte mit Gemüse. Wir fragten also nach vegetarischen Jiaozi, bekamen welche mit Meeresfrüchten angeboten, bei denen wir die Krabben aber weglassen konnten. Soweit so gut. Meinen Wunsch nach angebratenen Jiaozi hat sie wohl auch nicht verstanden. Sie verwies uns auf den Menüpunkt shaokao, was sowas wie Grillen bedeutet. Zwar eigentlich nur im Zusammenhang mit Fleisch, aber ok, wer weiß. So gut kenn ich mich nicht aus. Sie zeigte uns einen Punkt auf der Karte und auch nach zweimaligen Nachfragen, bestätigte sie uns, dass dies ein vegetarisches Gericht sei. Die fünf fettigen, gegrillten Fleischspiese, die wir kurze Zeit später erhielten, sprachen eine andere Sprache! Und nicht mal lecker waren sie, weswegen ich sie einfach auf den leeren Nachbartisch positionierte. Erwähnenswert ist, dass der Kellner nach Abräumen der Essensreste, die sich neben meinen Fleischspiesen befanden, sich die fünf Spiese wieder schnappte und kurzerhand wieder auf den Grill legte. Endlich mal ein Chinese, der nicht so verschwenderisch mit Nahrungsmitteln umgeht ;). Das nächste Highlight war der Berg Muscheln, den wir auf den Tisch gestellt bekommen haben. Wir ließen ihn ungefragt zurückgehen, weil wir uns sicher waren es nicht bestellt zu haben. Einen Augenblick später kam die andere Bedienung zurück und meinte vorwurfsvoll, aber etwas hilflos, dass sie mich doch gefragt hätte, ob ich das wollte. Und nach kurzem Hin und Her wurde mir klar, dass sie die Silbe La meinte. Für mich hörte sich der Satz an, als wollte sie wissen, ob ich dieses eine Gericht scharf oder nicht scharf wollte. Was ich natürlich mit einem Ja quittierte. Wie soll ich denn erwarten, dass sie mich einfach frägt, ob ich noch Gericht XY bestellen möchte. Ou mann! Aber zu meiner Verteidigung: die Muscheln waren wirklich scharf, scheint also so, dass ich die Silbe richtig verstand. Nur eben nicht den Rest des Satzes ;). Naja, so sah ich mich also vor einem Berg Muscheln wieder (ca 2-3cm große), von denen ich bisher nie mehr als 10 gegessen hatte :P. Zu guter letzt kamen unsere vegetarischen Jiaozi, die zum Glück auch lecker waren. Dass wir aber den falschen Essig zum Tunken dazu nahmen, merkten wir erst, nachdem ich den ganzen Teller damit übergossen hatte. Aber es kann ja auch nicht alles perfekt laufen.

Auf dem Weg zur Bushaltestelle – wir wollten zurück in den anderen Teil der Stadt, in dem es diese Riesensupermarkt Jialefu, die Book City und die Bars gibt – trafen wir auf einen Mann, der Kalligraphie auf 30cm breiten Bändern schrieb. Da meine Wand im Zimmer immernoch ungemütlich kahl ist und ich auf der Suche nach etwas bin, fragte ich ihn kurzerhand, ob er auch meinen Namen darauf schreiben könnte. Klar, meinte er und bat mich ihn auf einen Zettel zu schreiben. Ich sollte mich neben ihn setzen und warten. Kurze Zeit später begann er auf einem postkartengroßen Stück Papier meinen Namen zu schreiben. Der Verdacht war groß, dass er wohl die Spruchbänder nicht hier anfertigte. Naja, ok. Zwar zu klein für die Wand, aber dennoch schön und nur 1Eur (10RMB) teuer. Aber dann schrieb er meinen Namen ein zweites Mal darauf, jedoch in einem anderen Stil und bat mich einen davon auszuwählen. Sichtlich verwirrt entschied ich mich für die klassische Variante. Daraufhin schrieb er auf eine weitere Postkarte meinen Namen in weitern zwei Stilen und bat mich nun von allen einen auszuwählen. Ich war sichtlich verwirrt, weil ich nicht genau wusste, was er von mir wollte und warum er nicht endlich begann ein großes Band zu beschriften. Mittlerweile gesellten sich andere chinesische Passanten zu uns und beobachteten das Geschehen. Nachdem ich mich für eine Variante entschied, gab er mir seinen Füller in die Hand und forderte mich auf den Namen schreiben zu üben. Das gab mir völlig den Rest und ich verstand nicht, was ich hier eigentlich tat. War er denn einfach nur nett zu einem Ausländer und ließ ihn bisschen kritzeln, bevor er mit der eigentlich Arbeit begann? Aber dann wurde uns langsam klar, was hier geschah. Ich befand mit an einem Stand, an dem Chinesen eine englische Unterschrift erhielten und üben konnten. Ich dagegen hielt eine Variante einer chinesischen Unterschrift in den Händen und übte meinen Namen als solche zu schreiben! Nun machte auch das Plakat unter den anfänglichen Kalligraphien Sinn, auf dem sich musterartig zick Unterschriften befanden.
Am Ende hielt ich also kein großes Spruchband für die Wand in den Händen, nicht mal ein Bild in Postkartengröße, sondern war in der Lage in Chinesisch stilvoll zu unterschreiben! Das war echt komisch. Aber das in Zusammenhang mit meinem Siegel! Höhöhö

Bis um 23Uhr oder so saßen wir nach diesem Ereignis bei Tommyboy, einer Kette, an der es verschiedene Sorten Kaffee und Tee gibt, welche geschmacklich vielleicht sogar mit dem teuren Starbucks konkurrieren können, doch das bin ich noch am Austesten. Sehr müde und wissend, dass ich am nächsten Tag früh raus müsste, wollte ich eigentlich in naher Zeit nach Hause fahren. Meine Begleitung war aber seltsamerweise nicht müde und wollte noch irgendetwas unternehmen. Da man schließlich nur einmal lebte und man nicht immer so spießig sein muss, willigte ich ein noch etwas zu machen. Keine 15min später lagen wir auf einem Massagetisch und ließen uns für 118RMB (12Eur also) 90min komplett im chinesischen/japanischen Stil massieren. Dazu gehörten fast jeder Teil unseres Körpers, eine Ölmassage am Rücken und das Herumlaufen mit ihren Füßen auf unserer Rückseite. Nach dieser Behandlung um halb 1 liefen wir entspannt in Richtung Meer, genossen das Rauschen und die Lichter der Stadt. Um 3Uhr nachts oder so, kam ich zu Hause an. Die Arbeit würde morgen ruhen, da war ich mir sicher. Besser mal wieder ausschlafen. Aber ich traute mich heut früh nicht dort anzurufen. Was wäre, wenn meine Lehrerin Han ans Telefon ginge?! Bestimmt wäre alles kein Problem gewesen, aber nun bin ich einfach nicht hin uns sage ihnen am Mo, dass ich krank war und wohl schlechte Meeresfrüchte gegessen habe (also die Hälfte der Geschichte stimmt doch!). Ich hätte sogar versucht sie telefonisch zu erreichen, aber hab ich die falsche Nummer?! Ob meine Gastmutter heute früh mitkriegte, dass ich das Haus nicht verließ?

Schön aber ist, dass ich mittlerweile die Nacht durchschlafen kann und nur nach 7Uhr laufend aufwache. Aber das ok ist.

Im Anhang noch ein paar Bilder. Man beachte die tollen Kostüme, die wir für die Massage erhielten und den Grad der "Verklatschtheit". Ua fotographische Experimente mit 15s Belichtungszeit. Um den Unterschied zu erkennen ist auch das mit normaler Belichtungszeit da.


Karte Pier Turmspringen
Nach_Massage Normale_Belichtung 15s
Hafen_und_Skyline



Montag, 14. September 2009
Die letzen Tage (bis 13.09.09)
Ok, was ist in den letzten Tag so alles passiert? Ich vergess alle Dinge, die sich dann vielleicht doch lohnen würden erzählt zu werden recht schnell, weswegen ich mir eine Stichwortliste erstellt habe.
Auf dieser steht zum Beispiel: Spinnen. Ich lief da so, mitten in der Stadt, Richtung Jialefu, ahnte nichts böses und erfreute mich an dem 50cm breiten Grünstreifen mit Bäumen, der neben der Busspur angelegt wurde. Doch bei genauerem Hinsehen, erkannte ich dicke, weißliche Fädengewirre darin. Immer wieder in den Lücken. Bei noch genauerem Hinsehen und einer gewissen Vorahnung, wer diese Fäden produziert hat, blickte ich abermals dem Schrecken ins Angesicht. Monsterspinnen – und nicht nur eine – die mich doch sehr stark in die beim Shaolin-Kloster erinnerten. Bäh!

Ich war das erste Mal schwimmen! Ganz nett, aber kalt und ich fand keine Möglichkeit einen Wasserball oder andere kleine Spielchen zu kaufen. Schwimmringe, Badeanzüge und Kinderspielzeug kein Problem, aber sonst gibts nichts. Dafür bin ich extra an jeder Straße vorbeigelaufen, bevor ich zum Strand einbog, in der Hoffnung, dass ich in der nächsten einen Supermarkt oder so finde. Leider ohne Erfolg, nur mit dem Ergebnis, dass ich die 3x Strecke von der Bushaltestelle lief. Umziehen konnte ich mich in einem schmuddeligen Gebäude, das Schließfächer, Massenduschen und Fitnessgeräte vor der Tür bot. Aber der Sand war super und wenn die Sonne scheint, macht es Spaß dort zu liegen.

Dann war dem letzt mal irgend ein Feiertag. Nur daran erkennbar, dass man im Laufe des Tages immer wieder lautes Böllergeknalle hören konnte. Boah, das erinnerte mich nur wieder daran, dass ich mir auch unbedingt welche besorgen muss. Raketen gabs auch immer wieder welche. Eine Session davon wurde zwischen den zwei Gebäuden neben meinem Hochhaus gestartet. Nachts um 23Uhr oder was. Es gab einen lauten Knall, bunte Lichter am Himmel und seltsame blinkende Lichter auf dem Parkplatz. Was war denn da unten los und weswegen tutet es so laut? Es lag daran, dass durch den lauten Knall der ersten Rakete lauter Alarmanlagen der Autos aktiviert wurden. Allein von meinem Fenster aus waren es 11 Autos, die sich mit ihren Lichtern und Geräuschen dem bunten Treiben am Himmel anschließen wollten.
Ein anderer Feiertag wurde in meinem Kindergarten bekannt gegeben. (Kleiner Hinweis: Zwar alles Feiertage, aber normale Arbeitstage) Es war der Tag der Lehrer. Dafür kam irgendein jüngeres Mädel zu uns, die den Kindern mit ihrem zu leisen Handy und ihrer schlechten Stimme ein Lied vortanzte. Das ganze war so lächerlich und weil sie ein recht kurzes T-shirt anhatte, war das einzige, was meine Aufmerksamkeit errang, die schwarzen Haarbüschel, die aus ihren Achseln ragten. Bah, wie schrecklich. Ich konnte einfach nicht weggucken =/ . Nachher mussten wir sogar mitmachen und seltsamerweise kannten meine Kolleginnen das Lied und den Tanz schon.

Dass das wohl doch kein selbstüberlegter Unfug dieses Mädels war, belegte sich gestern. Alle Mitarbeiter des Kindergartens machten einen Tagesausflug. Und anstatt Wandern oder ein anderes Abenteuer, landete ich in chinesischer Erlebnispädagogik. Ich sah mich in einem Raum wieder, in dem mit seltsam albernen Spielchen die Gruppe aufgelockert werden sollte und wir uns ein Gruppenlied, -name, -motivationsspruch und –flagge ausdachten. Oder besser die anderen. Ich verstand rein sprachlich einfach nur Null und langweilte mich demnach. Das war leider auch während des Tages öfters der Fall. Insgesamt machten wir 6 Spielchen, welche Gruppenzusammengehörigkeit, Teamwork, Motivation und Überwindung demonstrieren sollten. Also ganz klassisch das sich zurückfallen lassen in die Arme der anderen, auf einer 10m hohen Planke auf eine 1m entfernte Springen, Von einem 10m hohen Stamm zu einem Trapez springen oder andere Dinge. Das Gespräch nach solchen Übungen ist hier das wichtigste und genau das habe ich nie verstehen können. Schade eigentlich. Doch wenigstens fragte mich der Leiter, weswegen ich so ein großes Herz hätte. In China hat man ein großes Herz, wenn man mutig ist. Das fragte er deswegen, weil ich bei den hohen Sprungsachen keine Angst zeigte und sie recht schnell absolvierte. Hehe :). Aber die Erklärung ist recht einfach: Weil ich ganz genau weiß, dass ich gesichert bin. Den andern war das irgendwie weniger bewusst.
Ein weiterer negativer Punkt war der Zwang in der Sonne stehen zu müssen. Es war so heiß und die Aufgaben lagen immer in er prallen Sonne. Ich wollte immer in den Hintergrund und somit Schatten verschwinden, wurde aber immer wieder zurückgepfiffen, damit ich mit den anderen dem aktuellen Akteur zujubeln kann und ihn motivieren. Ein Sonnenbrand ist Zeuge dieser Untat ;).
Das Essen war aber lecker, die Aussicht atemberaubend (direkt am Meer mit Bergen im Hintergrund) und ich hab nun einen viel besseren und engeren Draht zu meinen Kolleginnen. Achja, ich war den Tag über sogar der Fahnenträger ;).
Bewundert hab ich den Enthusiasmus vieler von ihnen bei den Aufgaben und der Motivation. Die waren voll dabei, wenn man den Gruppenspruch laut rief. ZB während man die Hände auf dem Rücken des Nächsten legt, um ihm Kraft und Motivation zu geben. Oder wenn man nach der Aufgabe glücklich durch die Reihen läuft und alle mit einem „Yeah“ in beide Hände klatscht.

Heute, am Sonntag, ruhte ich mich erstmal ausgiebig aus, um Schlafmängel auszugleichen. Josefine, Tim und ich sind zum „Alten Steinmenschen“ gefahren, waren in einer Algenzucht spazieren und sind danach zum Strand nochmal Baden. Da ich keine Badehose dabei hatte, musste ich mit meiner schwarzen Boxershort improvisieren. Diese ist aber schon kampferprobt, weil ich mit so einer schon in Konstanz baden war. Nur trocken wurde sie nicht mehr schnell genug ^^. Noch ein Highlight gabs in der Algenzucht. Das waren mehrere vom Meer mit Steinen abgetrennte Becken, zwischen denen ich mit meinen Flipflops gelaufen bin. Leider war dies das Zuhause von Tausenden mutierten Kellerasseln. Es wuselte so sehr von diesen Viechern, dass bei jedem meiner Schritte ein Schwarm in die nächstbeste Ritze verschwunden ist. Ohne dieses Auseinanderdriften hätte ich keinen Schritt machen können, ohne welche zu töten. Manchmal war das schon bisschen eklig.

Jetzt sitz ich hier und warte auf Josefine, die mit mir hier isst und telefonier zwischendurch mit Daniel aus meinem Wohnheim. Durch peterzahlt hab ich so die Möglichkeit noch Kontakt mit ihm zu halten und erfahr die neusten Geschehnisse aus Freiburg oder den Inhalt wichtiger Briefe von mir.

Guten Appetit,
Stefan


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Donnerstag, 10. September 2009
Immer mehr Arbeit und toller Besuch (bis Mi, 09.09.09)
Heh, 09.09.09, was für ein tolles Datum! Mir noch gar nicht aufgefallen! :)

Ich glaub', die spinnen. Aber typisch chinesisch...normalerweise sollte ich nur 2x die Woche jeweils 30min die Kinder Englisch unterrichten, kein Problem also. Am Mo kamen sie dann und meinten, dass ich nun 3x die Woche unterrichten solle...also gut. Doch dann kam die Frau am nächsten Tag wieder und berichtete mir, dass der Plan abermals geändert wurde. Ergebnis: Jeden Tag! Hallooo? Gehts noch und warum sagt ihr mir das nicht gleich? Vor allem dieses Hintenrumgetue regte mich im Nachhinein wirklich auf. Zudem die Frage, was ich die dann lehren soll. Bei 2x die Woche schaffe ich es vielleicht mich mit Spielen und wirklich einfachen Dingen durchzumogeln (ist ja auch meine Aufgabe). Aber bei jedem Tag Unterricht ist dieses Material vielleicht nach nem Monat aufgebraucht, und dann? Dann bin ich ja wirklich auf einen Lehrplan, ein Konzept angewiesen, welches ich zum einen von denen erhalten müsste aber wenn nicht, ich mir selbst besorgen müsste, aber ja in dem Buchladen schon nichts gefunden habe. Doofe Sache...Doch Ende gut, alles gut. Mein Versuch mir in meiner Lehrerin und diesem Mädel, das halt irgendwie immer da ist, ich sie aber nicht verstand warum, Verbündete zu suchen, scheint funktioniert zu haben. Ich klagte ihnen halt mein Leid, in der Hoffnung sie würden mich verstehen und auf „meiner“ Seite stehen. Zumindest sagte sie mir heute früh, dass sie mit der Chefin gesprochen hätte und das alles Unsinn sei, ich immer noch Di und Do nur unterrichten würde. Häh, und wieso nun auf einmal doch? Hm, egal, Hauptsache es klappt. Ich vermute mal stark, dass die Chefin von diesen „neuen“ Regelungen gar nichts wusste und das auf dem Mist dieser einen Mitarbeiter wuchs. Da fällt mir noch die Geschichte ein, dass ich vor ner Woche die Chefin sprechen wollte, um ihr mein eigentliches Vorhaben darzulegen, ich aber nicht den Ausdruck für Chefin wusste, sondern nur einen umganssprachlichen, der übersetzt „Altes Brett“ bedeutet. Ein bisschen peinlich die Mitarbeiterinnen das zu fragen. Manche von ihnen kannten diesen Begriff nicht mal -.- .

Gestern Abend war ich mit paar Mädels im Tai Dong Nachtmarkt, einem großen Tourigebiet, in dem es allerlei zu kaufen und eine sogenannte Bierstraße gibt, shoppen. Zusammenschraubbare Stäbchen waren meine einzige Ausbeute, aber die sind schon praktisch. Eine Tasche fand ich erst heute, damit ich endlich mal ein paar Sachen mitschleppen kann, ohne gleich den riesigen Rucksack nehmen zu müssen.
Meine Jacke hab ich immer noch nicht wieder gefunden. Mein schwarzes Dieseljäckchen. Das wollte ich nach den 4 Monaten eh hier lassen, aber solange wollte ich die noch benutzen! Fragt mich ja nicht, wo die sein kann. Hab die erst einmal getragen, total seltsam!

Nachdem es gestern so windig und kalt, dass ich leicht frieren musste, war es heute wieder heiß und sonnig. Zudem kam Besuch aus Deutschland zu mir. Josefine, eine Kommilitonin aus Freiburg, die in Dalian einen Sprachkurs wie ich letzten März besuchte, reist einen Monat durchs Land und macht momentan Zwischenstopp in Qingdao. Weil ihr Hostel am anderen Ende der Stadt, in dem Teil, in dem die Deutschen damals ihre Stadt Tsingtau gründeten, kam ich in den Genuss diese Gegend anzuschauen. 1,5h brauchte ich, bis ich bei ihr war. Aber es lohnte sich. Wir sind ewig viel umhergelaufen, sahen so aber recht viel dieser Gegend. Von der deutschen Kolonialzeit, die 1917 endete, steht halt nicht mehr allzu viel in Qingdao. Der Bahnhof, eine Katholische Kirche, die Brauerei und paar mehr (Herrschafts-)Häuser. Zwischen diesen zu wandeln ist wahrlich lustig, weil man sich super vorstellen kann diese Gebäude exakt so in Deutschland zu sehen.

Da meine Bilder vom Handy teilweise sogar ansehnlich sind, lad ich n paar Bilder mit hoch. Ab sofort lass ich meine Kamera aber nicht mehr zu Hause! Der Strand ist übrigens der hier gleich um die Ecke, nennt sich „Alter Steinmensch Strand“, weil es an dessen Ende einen Felsen gibt, der wie ein alter Mann aussieht.

Strand_Shilaoren Kirche1 Kirche1 Kirche2



Montag, 7. September 2009
Horrorgeschichten
Heut' hab ich mich mit einer Marokkanerin, die auch ein Praktikum hier macht, getroffen. Boah, hat die mir Schreckensgeschichten über andere Praktikanten, deren Familien und der Organisation an sich erzählt! Sie zahlt zB für ihr Appartment 600Eur, obwohl vergleichbare sonst 200-300Euro kosten. Oder dass manche in ihren Familien den Kindern jeden Tag ne Stunde Englisch beibringen sollen und das sogar in dem Vertrag mit der Familie als Bezahlung für den Aufenthalt stehe. Obwohl man als Praktikant davon nichts wusste und denkt, dass die monatlichen 100Eur an die Familie gehen. Sie hat mir einiges erzählt, bei dem ich natürlich nie weiß, in wie weit es stimmt. Aber auch von anderen Quellen hab ich ähnliches gehört.

Ihre Hauptaspekte:

- Die Mitarbeiter der Agentur seien nur vordergründig so nett und verständnisvoll. Wenn es ernst wird, sieht es anders aus.
- Die behalten einen Haufen mehr Geld, als was sie eigentlich sollten. Laut der Marokkanerin muss man nur einmal 240.- für die Prakikumsvermittlung zahlen. EInmal am Anfang, also es sei egal, ob man länger bleibe. Aber ich zB zahle diese 240.- auch jeden Monat. Was davon wohin geht, weiß ich nicht. Oder ob ich am Anfang hätte sagen können, ich würde nur einen Monat bleiben und mir dann den Rest selbst organisiert hätte... .

Mein Fazit:

Hoffen, dass ich nie Probleme haben werde und alles selber regeln kann.

Zwar bisschen doof, weil ich denen ja n Haufen Geld dafür geb, aber immerhin besser, als am Ende noch mehr gezahlt zu haben. Ich kann mich ja sonst nicht beklagen. Habe mit meiner Familie riiiesiges Glück gehabt, vor allem, nachdem ich nun weiß, was einen sonst erwarten kann!! Hoffe nur, dass dies auch so bleibt.

Mittlerweile soll ich im Kindergarten übrigens 3x die Woche ne halbe Stunde unterrichten. Aber mit welchem Material? Die haben nur ein seltsamen Englischbuch, dass ich mir mal genauer ansehen muss. Aber prinzipiell ist es völlig meine Entscheidung. Muss mir nun also einen Lehrplan erstellen....Gottes Willen! In einem riesigen Büchergeschäft fand ich heute leider keine Lehrbücher, die für Kinder ihres Alters geeignet wären. Schade, dass ich nichts in Beijing gekauft habe. Dafür hab ICH mir ein deutsches Chinesisch-Lehrbuch gegönnt, dass mir eine Chinesisch-Dozentin empfohl. Eine komplett neue Reihe, aus der wir in dem Intensivkurs in Freiburg Material entnahmen.

Toi toi toi also, dass bei mir alles klappen wird. Mit der Visumsverlängerung muss ich mich irgendwie auch selbst drum kümmern. Das ist zwar tierisch nervig und aufwendig, aber mir kam zu Ohren, dass die Leute über die Agentur 70Eur zahlten, aber es eigentlich nur 16.- kosten würde. Das ist mir, ehrlich gesagt, zu unsicher, deswegen frag ich die erst gar nicht! Aber das wird noch ein bisschen knifflig, weil ich ja einen Monat länger bleib, als was ich Praktikum mach.

Das bringt mich zu dem nächsten Punkt, dass ich mit dem Gedanken spiele meine Forschung so schnell wie möglich zu Ende zu bringen, um das Praktikum eventuell früher zu beenden. So wirklich bringt es mir nichts, glaub ich zumindest bisher. Denn zudem wurde ich heute aufgefordert auch in der restlichen Zeit mit den Kindern Englisch zu reden und ihnen Dinge in Englisch zu beizubringen. Aber ich weiß nicht, wie die sich das vorstellen. Denn die verstehn mich ja Null und immer, wenn ich anfange auf ein Ding zu zeigen und es zu bennenen, schaun sie mich kurz an, verlieren das Interesse und widmen sich anderen Dinge. Aber was sollte auch sonst passieren? Aaaaach, ich weiß noch nicht. Mal schaun, was die Zeit so bringt. Auf jeden Fall bin ich jetzt Englisch Lehrer und muss mir was einfallen lassen. Wenn man didaktisch und pädagogisch nichts weiß, ist das natürlich ein Kinderspiel :P.

Der 2h Spaziergang gerade eben mit Andine, einer anderen Praktikantin, die nächste Woche wieder heimfährt, war auf jeden Fall schön und ne nette Abwechslung. Außerdem lertne ich so die Gegend um die Bier-Stadt bisschen kennen. Heute wars aber ziemlich kalt und windig! Hoffe, das wird wieder, damit ich mal schwimmen kann!



Samstag, 5. September 2009
Ein durchwachsenes Wochenende (05.+06.08.09)
Das Wochenende begann gut. Im Kindergarten erreichte ich bei meiner Lehrerin abermals eine neue Ebene und werde nun von ihr nicht nur als Englisch-Teacher, sondern auch als Klavier-Teacher bezeichnet. Hallooo? Im Grunde lag es nur daran, dass ich ein von ihr beigebrachtes Kinderlied schnell lernte und die drei Akkorde, die man mit der linken Hand spielt ein wenig aufteilte und man sie mit zwei Händen spielt. Bei einem Duett hört sich das schöner an. Also wirklich nichts besonderes, aber ihr scheints gefallen zu haben. Naja ^^:

Freitag war nun der erste Abend, an dem wir Tanzen gehen wollten. Um uns "aufzuwärmen" kauften wir n paar Dosen Bier und setzten uns gemütlich an die Strandpromenade Qingdaos, mit herrlichem Blick auf dessen Wahrzeichen und den bunt blinkenden Hochhäusern. Selbst blinkende Drachen gab es zu bewundern. Das erste Mal, dass ich so was sah, obwohl ich mich wundern müsste, dass diese nicht weiter verbreitet sind. LEDs an Drachen eigentlich eine logische Folge in China.
Da Bier allein aber zu wenig hergibt, außer man trinkt es in Massen, gönnten wir uns noch eine 125mm Flasche Baijiu, also diesem weißen, 60%igem Schnaps, den ich schon letzten März kennenlernte. Kostet ja nur 30ct ;). Eigentlich wollten wir die Flasche ja nicht leer machen, aber irgendwie war sie es dann doch ^^.

Angeheitert fuhren wir in Richtung einer Gegend mit einigen Weggehmöglichkeiten. Während der Busfahrt musste uns ein Kind, das auf dem Schoß seines Vaters war, unentwegt anstarren. Es war aber sehr schüchtern und verschränkte die Arme vor den Augen, als es von Tim angeschaut wurde. Er nutzte die Gelegenheit und wollte mit dem Kind scherzen. Dafür ging er recht nahe an das Gesicht des Kindes heran und wartete bis es die Arme wegnahm. Aber der Versuch ging nach hinten los. Das Kind erschrack sich fürcherlich und musste bitterlich anfangen zu weinen und zu schreien. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie lustig das für mich war. Vor allem in meinem eh schon sehr fröhlichen Zustand.

Die Bar Le Beng fanden wir dieses Mal zum Glück. Wir suchten sie schon am Abend zuvor, und ehrlich gesagt waren wir letztes Mal nur zu blind, denn wir sind schon 2x daran direkt vorbeigelaufen oder haben in dem direkt daneben liegenden Supermarkt eingekauft. Aber dennoch blieb unsere damalige Suche erfolglos. Dieses Mal aber nicht. Ich fand den Abend super. Es kam gute Musik, die Preise warn ok und ich hab nette neue Leute kennen gelernt. Tim hats jedoch weniger gefallen, weil er nicht damit rechnete, dass die Bar DER Ausländertreff ist. 75% oder mehr Nicht-Chinesen, davon bestimmt 80% Deutsche. Aber wat solls, hauptsache die Stimmung ist gut. Wir gingen zwar auch in zwei Chinesendiskos, aber in der einen gabs ne Razzia und die andere war ein Neureichen-Treff, in dem es keine Tanzfläche gab, sondern nur Tische und in dem man nur teure Gedecke bestellen kann. Also solche Lokalitäten, die es auch in Dalian gab.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich wandern gehn. Da ich aber die Zeit nicht wusste, ließ ich mir einen Zettel schreiben. Dummerweise stand da nicht ne Uhrzeit drauf, sondern er war voll gekritzelt mit einem ganzen Text. Wuuuuaah, wie soll ich das denn lesen? Zumindest an diesem Abend hab ichs nicht mehr hingekriegt. Am nächsten Morgen stand ich um 9Uhr (Restalkohol jedoch inklusive) selbständig auf (geweckt wurde ich bis dahin nicht, seltsamerweise) und versuchte es nochmal mit dem Text und erfuhr, dass diese Wandergruppe immer Sonntags und nicht Samstags in die Berge ginge. Zudem aber diesen So es ausfiele, weil sie zu einem Weinfest gingen. Ich war total stolz auf mich, dass ich bis auf 2x nachschlagen alles verstanden habe. Das lustigste war, dass eine Redewendung benutzt wurde, die ich erst einen Tag zuvor zufällig gelernt hatte.

Ok, was nun machen? Ich wusste es nicht. Dafür ging ich am Abend mit den Deutschen aus der Sprachschule in einen Karaoke-Club. Das sind Lokalitäten, in denen man sich einen Raum mieten kann, der mit Sofas, einem Fernseher, bunten Lichtern und einer Karaoke-Maschine bestückt ist. Getränke kann man sich auch bestellen und hat somit einen eigenen Party-Raum. Hat auch Spaß gemacht. Es gab zwar weniger englische als chinesische Lieder und manchmal davon nur sehr seltsame Cover-Versionen mit alternativen Videos, aber Abba gab es zum Beispiel. Was will ich mehr? Und nach nem Fläschen Baijiu lässts sich sowieso prima singen ;-)

Ich war nur ein wenig unsicher mit dem Alkohol, weil mein Magen ersten nicht so ganz will und ich zweitens ja am nächsten Tag zum Weinfest ginge. Was da passieren würde, müsste klar sein. Aber es kam alles ganz anders. Zum Mittagessen fragte ich meine Gastmutter ob eine Freundin, die ich gestern kennen lernte und hier ganz in der Nähe wohnte, auch zum Fest mitkönnte. Anfangs blickte sie mich ein wenig verwirrt an, was daran lag, dass diese Gruppe nicht um 7Uhr abends dahin fahre, sondern 7Uhr morgens! Wie bitte? Aber warum fährt man um diese Uhrzeit auf ein Weinfest?! Also hatte es sich damit erledigt.
Alternativen? Keine wirklichen. Wollte mich mit dem Mädel treffen, das kam aber auch nicht zu Stande, deswegen blieb ich den ganzen Sonntag zu Hause. Schrecklich... .
Aber hey, mein Gastbruder hat morgen Geburstag. Und weil er den ganzen Tag an der Schule sein würde (heute Abend und gestern war er es übrigens auch!) und man somit keine Zeit zum Feiern haben würde, wurde sein Geburtstag einfach vorgelegt! Deswegen gab es nach einem reichhaltigen Mittagessen Kuchen vom Konditor. Eine truamhaft verzierte Torte mit Rosen oben drauf. Der Kuchen war in einem Karton verpackt und besaß kleine Papptellerchen, einen Tortenheber und Platikspieße, damit man direkt mit Essen beginnen konnte. Aber das hintert Chinesen auch nicht daran den Kuchen mit Stäbchen zu essen. Unglaublich... -_- . Jedoch lecker war er ^^.

Da ich mich nun mit niemanden mehr getroffen habe, schaue ich Mall Cop im Internet, fernsteuere Ahmets PC und rette ihn vor der Totalzerstörung und triste mein Dasein, bevor ich ins Bett geh, um morgen meiner Tätigkeit als Alleskönner (haha) nachzugehn.

Gute Nacht, Freunde!