Vielleicht noch kein Winter, aber definitiv Herbst! (Sa, 31.10.09)
Heute war der mit Abstand kälteste und ekelhafteste Tag, seit dem ich in Qingdao bin. Es war mega kalt, es regnete und es windete stark, was die gefühlte Temperatur noch niedriger erscheinen ließ. Dummerweise stand heute das zweite Spiel mit der Mannschaft „Qingdao United“ an, mit denen ich schon letzte Woche spielte. Als ich endlich an dem Platz ankam, musste ich mit Enttäuschung feststellen, dass das Spiel abgesagt wurde. Wenigstens konnten wir nach einiger 5 gegen 5 spielen, was auch Spaß gemacht hat. Für mich jedoch leider nur begrenzt, weil ich mir nach nur 10min Spielens eine Zerrung im rechten Oberschenkel zugezogen habe. Ich machte zwar bis zum Ende mit, aber es tat zwischendurch echt weh.
Es gibt aber auch freudiges zu berichten. Endlich habe ich meinen Dolmetscher für die Interviews gefunden. Ein chinesisches Mädel, welches Englisch kann und ab Januar ein Jahr in Stuttgart Au-Pair sein wird. Sie hat momentan Zeit und ist bereit mir zu helfen, perfekt. Nun kann ich den wichtigsten Teil meiner Forschung beginnen.
Am Abend bin ich nicht mehr mit den Engländern weg gegangen. Stattdessen telefonierte ich 3h mit Freunden in Skype. Zuerst eine Stunde Konferenz mit Hilde in Shanghai und Daniel, Kaddi und kurz sogar Kirsten in Freiburg. Fünf Leute an drei Computern also. Das war sehr lustig. Danach plauderte ich noch mit Daniel weitere 2h. Durch unsere Webcams war es fast so, als würde ich auf seinem Stuhl im Zimmer sitzen. War echt super das alles. Jetzt 1:30Uhr geh ich endlich ins Bett.
----------Das Skype-Telefon klingelt------------
Keine Sekunde nachdem ich den oberen Satz beendet habe, ruft meine Schwester Sylvia aus Indien an. Ihr Internet funktioniert nun endlich und sie möchte das ganze mal testen. Also wurde es wieder nichts mit dem ins Bett gehen ^^. Aber es war auch schön sie mal wieder gehört und vor allem gesehen zu haben!
stefanreiss am 01. November 09
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Von langen Bärten und verlängerten Visa (29.10.09)
Erstmal kurz zu meinem Bart. Da ich meinen Rasierer ja zu Hause liegen gelassen habe und chinesische Klingen, obwohl von Gilette, irgendwie nicht so gut sind, habe ich mich mehrere Wochen nicht rasiert. Ich weiß nicht, wie lange es genau her war. Aber das ging weit über meinen üblichen 3-Tage bzw. bei mir 6-Tage Bart hinaus. Doch mittlerweile wucherte er doch schon sehr arg, man sah auf einer Seite sogar nicht mehr den Übergang von Kotletten zu Bart. Klingt nicht besonders, aber fragt mal Sandra, wie stark meine Kotletten wuchern können! Da die Haare aber für eine normale Rasur zu lang sind, musste ich sie erst stutzen und suchte deswegen einen Friseur auf, um dessen Haarschneidemaschine nutzen zu dürfen. Das Ergebnis: Ich bin begeistert! 50ct ärmer, aber für weitere drei Wochen sorglos. Wenn das kein guter Deal ist! Meine Kollegin aber fand das Ergebnis weniger hübsch. Sie hat sich wohl schon an mich mit Bart gewöhnt. Ich wäre wohl auch noch mehr überrascht, wenn ich mich nicht in derartiger Gestalt schon kennen würde. Sie fand’s also nicht so toll, umso lustiger, dass mich in den weiteren 10min drei Leute kommentierten, ich sei sehr hübsch! In China sagt man auch fremden Menschen gegenüber, wenn man sie gutaussehend oder attraktiv findet. Vor allem als Ausländer bekommt man es ständig zu hören, was einem an der Ernsthaftigkeit zweifeln lässt. Nichtsdestotrotz muss es keine bloße Floskel sein, schließlich steht es ihnen frei es zu sagen oder nicht. Es war halt grad lustig, weil meine Kollegin immer daneben stand, aus Höflichkeit und Einfachheit halber deren Kommentaren zustimmte und ich mit breiten Grinsen schlussfolgerte, während wir weitergingen.
Nun zu meiner Visaverlängerung. Das Ganze ist erfolgreich abgeschlossen, obwohl es hätte anders laufen können.
Es ist Freitag. Stefan ist eine Woche vorher aufgefallen, dass seine 60 Tage bald rum sein müssten und er sein Visum verlängern muss. Stefan schaut auf dem Kalender und meint, dass es nächsten Sonntag so weit sein müsste. Da er erfahren hat, dass seine Praktikumsagentur 70Eur für den Spaß haben möchte, es eigentlich aber nur 16Eur kostet, fragte er seine Gastmutter, ob sie ihm helfen könne. Zu seiner Beschämung war die Behörde am Freitag vor dem besagten Sonntag unglaublich überfüllt. Obwohl seine Gastmutter arbeiten müsste, entschied sie sich ihm zu helfen und zu bleiben. Es wurden viele Fragen gestellt, Formulare ausgefüllt und Passfotos geschossen. Alles schien erledigt zu sein, bis die Frau am Schalter den beiden Antragstellern mittteilte, dass der Ausländer kein L- (Touristenvisum), sondern ein F-Visum besäße, welches man nur auf Einladung erhielt. Prinzipiell ja besser als ein Touri-Visum, aber da der bürokratische Aufwand größer sei, war er nun nicht mehr in der Lage es selbst zu verlängern. Wohl oder übel musste er seine Praktikumsagentur fragen und mit der Erkenntnis leben seiner Gastmutter umsonst den nervigen Vormittag verschafft zu haben.
Ohne Umwege ging er also zu seiner Agentur. Sie waren ja schon erstaunt und besorgt, als ich meinte, dass das Visum am So ausliefe. Die dafür verantwortliche Frau rechnete aber noch einmal nach und kam zu dem Ergebnis, dass das Visum noch am selben Tag ausliefe! In China wird zwar oft nicht weit im Voraus geplant, aber ein Visum so schnell zu verlängern, wenn man dafür eine spezielle Visumsagentur beauftragt, ist selbst für diese sehr, sehr knapp.
Am Ende klappte aber doch noch alles und Stefan darf nun weitere drei Monate in China bleiben. Das ganze kostete 90Eur. Klingt viel, was es aber nicht ist. Ein Bekannter, mit dem er ihm Nachhinein sprach, zahlt für dieselbe Verlängerung immer 120.- bis 150Eur. Die Agentur schien ihre armen Praktikanten wohl doch nicht auszunutzen!
Bilder:
Die ersten drei zeigen die Wanderung am So. Auf dem zweiten Bild sieht man zB meine zwei Kolleginnen, aber nur von hinten. Das letzte Bild stammt dann aus einer Langbart-Session.
Ein Ausflug auf den Fushan (So, 25.10.09)
Mit all‘ meinen Kolleginnen machte ich heute einen Wanderausflug auf unseren Hausberg. Vollständig ausgerüstet mit Wanderschuhen, Regenjacke, Vesper und meinem Trekkingrucksack hätte ich auch locker eine richtige Wanderung durchgehalten. Aber ich wusste nicht, was Chinesen unter Wanderung verstehen. Nach 30min Laufen kamen wir fast oben an und machten eine kleine Essenspause. Währen dieser kapselten sich dann einige von uns ab, um ohne Gepäck noch das restliche Stück zu erklimmen. Als wir wieder zurückkamen, konnte es weiter gehen. Das Gepäck wurde wieder aufgenommen und ich machte mich bereit weiterzulaufen. „Aber was machen die denn da? Wieso falten sie die Decke mit den Essenssachen nicht zusammen, sondern tragen sie an allen vier Enden über die Wiese?“ Meine Annahme, dass wir weitergingen erwies sich als Trugschluss. Es wurde lediglich ein besserer Platz angezielt, von dem eine andere Gruppe gerade aufgestanden war. Dieser Ort war auch der einzige, an dem wir bis zum Ende geblieben sind! 30min sind wir gelaufen und danach nur gesessen, Spiele gespielt und gegessen! Da jeder etwas mitgenommen hatte und man nach chinesischer Manier untereinander heftig teile, nahm das Essen den größten Anteil. Und das verstehen Chinesen nun unter einem Wanderausflug? -_- Gespielt wurde Blindekuh, bei dem eine Person mit verbundenen Augen, in der Mitte eines Kreises, versuchen muss eine Person zu erwischen und die Identität dieser zu erfühlen! Schwieriger als gedacht, wenn die Teilnehmer den blind umhertastenden Händen geschickt ausweichen oder den Blinden mit Armen verschiedener Leute verwirren. Ansonsten wurde ein Kartenspiel gespielt, bei dem der, der die falsche Karte zog, von allen intime oder schwierige Fragen beantworten muss. Recht langweilig, wenn man das Gesprochene nicht versteht. Als ich an der Reihe war und die „richtige“ Karte zog, musste ich jedoch keine Fragen sondern beantworten, sondern eine Aufgabe erfüllen. Ich hätte sie dafür schlagen können. Ich durfte mir eine Person aussuchen, die ich hinterher bis auf die Spitze des Berges tragen durfte. Meine Oberschenkel schrieen vor Ermüdung. Heute merkte ich nämlich, dass ich von dem Fußballspiel gestern am ganzen Körper Muskelkater hatte. Aber unter stetiger Anfeuerung schaffte ich es schließlich und wurde nach chinesischer Manier von einem Armtunnel und Bejubelung empfangen. Wenigstens wurde der Ausflug so doch noch sportlich. Und mein großer Trekkingrucksack hat sich auch noch bezahlt gemacht. Eine meiner Lehrerinnen, das Dummchen, war nämlich so schlau wie ein paar andere Kolleginnen und wollte mit einer Umhängetasche und einer zusätzlichen Tüte wandern zu gehen. In diese packte sie auch noch so viel Fressalien rein, wodurch der Ausfug garantiert kein Spaß geworden wäre. Einen Rucksack besäße sie nicht und Zeit zum einen zu kaufen hätte sie keine mehr gehabt. Jaja, schon klar. Letzten Endes wanderte der Großteil ihres Gepäcks in meinen Rucksack.
Mittlerweile ist es 20:30Uhr. Ich hab‘ einen Film geschaut und mit meiner Familie geskyped, dieses Mal konnten wir uns sogar sehen. Obwohl ich müde bin, geh‘ ich doch noch in die Stadt. Es spielt Manchester United gegen Liverpool. Ein Topspiel, das ich mir mit den Engländern in einem Pub reinziehen werde. Dass ich während der Busfahrt vermutlich einnicke, wird sich nicht vermeiden lassen.
Was tu‘ ich mir da nur an (Sa, 24.10.09)
Bevor ich mit meinem Bericht beginne, möchte ich etwas klarstellen. Mir ist von mehreren Seiten meiner Leserschaft zu Ohren gekommen, dass es sie wundert, wie viel und häufig ich in Gesellschaft junger Leute dem Alkohol und Tanzlokalen in späten Abendstunden frönen würde. Sie würden das nicht gut heißen und mir empfehlen mein Verhalten zu überdenken, auch um etwaigen Folgen für mein Ansehen vorzubeugen.
Hallo, geht’s noch!!!??? Nur weil meine Berichte detailliert und unterhaltsam geschrieben sind, solltet ihr nochmal genau nachsehen, wie oft ich wirklich davon geschrieben habe. Mit Ausnahmen bin ich ja wirklich nicht oft weg. Unter der Woche so gut wie nie und das letzte Mal etwas mehr Alkohol getrunken habe ich vor zwei Wochen! Also bitte...unglaublich!
Aber leider ist die Abstinenzphase auch schon wieder vorbei ;-) . Gestern Abend wurde ich von meinen englischen Freunden zum Essen eingeladen. Der Abend begann daher in einem guten, aber günstigen Lokal, in dem das Bier schon in rauen Mengen floss. Preislich in Qingdao (oder China an sich?) kein Problem. Der Krug mit 2l Inhalt kostete lediglich 60ct. Als die Bäuche reichlich gefüllt waren, zogen wir weiter ins LPG, einer westlich eingerichteten Bar. Wir spielten Tischfußball, Dart oder Billard, tranken Bier und unterhielten uns. Um ca. Mitternacht zogen wir weiter in Le Bang, der ältesten und typischten Location für Westler. Ausländer sind hier klar in der Überzahl. Anstatt zu Tanzen, stand ich aber die meiste Zeit mit irgendwelchen Leuten vor der Tür und unterhielt mich. Eine Flasche Bier für 10RMB ist zwar nicht teuer, aber ich ging trotzdem in einen der zwei direkt angrenzenden Supermärkte und holte mir die doppelte Menge für 4RMB. Mit Stärkungen durch Sandwiches lässt es sich so ganz gut ausshalten. 2h später ging es dann zur letzten Bar-Disko des Abends, der Jazz Corner Bar, welche am längsten von allen geöffnet hat. Die Musik ist abwechslungsreich, schneidet auch koreanische Lieder an und wird von deutlich mehr asiatischem Publikum besucht, auch wenn diese nicht die Mehrheit darstellt. Mittlerweile hat sich der Kern der Weggehenden deutlich verringert und es sind im Prinzip nur Luke, Terry und ich übrig geblieben. Noch zwei, drei andere waren dabei, die sonst jedoch nicht mit von der Partie sind. Jamie ist früher heimgegangen und Tim hat es auch nicht mehr geschafft. Bis auf die Schlägerei vor der Tür, in der ein Junge von 4 oder 5 anderen Jungs aufgemischt (zum Teil mit diesen gelben „Vorsicht, frisch gebohnert“-Schildern) oder schier vom Auto angefahren wurde, war es ein unspektakulärer Abend. Nichtsdestotrotz ging er lange und auch der Ethanol-Konsum war nicht gering, auch wenn er schon mit Wasser gegengekontert wurde. Um halb 5 oder so war ich zu Hause. Was allein nicht schlimm gewesen wäre, aber meine Praktikums-Agentur veranstaltete am selben Morgen ein Frühstück um 10:30Uhr. Daher durfte ich um 9Uhr schon wieder mein Bett verlassen. Benebelt und müde machte ich mich fertig, zum Glück aber in besserer Kondition als noch vor 1-2h. Ich erinnere mich, dass ich aufwachte und aufs Klo gehen musste. Aber ich war noch so betrunken, dass ich keine Lust hatte mehr als meine Hose anzuziehen. Schließlich ist es nur ein Weg von 6m. Dabei hab ich nicht beachtet, dass meine Gastmutter eventuell schon wach wäre. Ich machte also die Tür auf, meine Haare etwas verwuschelt, der Blick orientierungslos umherschweifend und blickte direkt in das etwas überraschte Gesicht meiner Gastmutter. So schnell es ging, brachte ich mein Vorhaben zu Ende und verschwand wieder hinter meiner Tür.
Das amerikanische Frühstück, mit Ei, Toast und Speckscheiben, war lecker und der wiederauffüllbare Kaffee machte zwar nicht munter, schmeckte aber auch gut. Nur die Kopfschmerzen und das dumme Gelächter der Leute um mich rum (die sich an meinem Zustand erfreuten) wollte nicht wirklich aufhören. Als sich die Fugen der Fließen im Klo anfingen zu bewegen, sobald ich mich nicht mehr vollstens darauf konzentrierte, merkte ich mit Gewissheit, dass ich immer noch Alkohol im Blut hatte. Mittlerweile war es 12Uhr mittags. Luke ging es aber auch nicht viel besser.
Zu meinem Pech blieb der Wunsch wenigstens am Nachmittag zu schlafen weiterhin ein Wunsch. Jamie lud mich ein mit ein paar Freunden Fußball zu spielen. Schon seit drei Wochen versuche ich am Wochenende mit ihnen zu kicken, aber es kam immer etwas dazwischen und es klappte bisher nie. Aus Angst, dass es nie klappen würde, schlug ich ein. Da eine Jeans zum Spielen zu unpraktisch ist und der Weg nach Hause viel zu lang brauchen würde, gingen wir kurzerhand auf einen chinesischen Markt und besorgten mir eine kurze Hose in Billigqualität für 15RMB. Auch wenn ich es nicht immer dazu schreibe, in China wird man auf der Straße regelmäßig angeglotzt. Umso schlimmer wird es, wenn man in Gegenden verkehrt, die von Ausländern seltener besucht werden. Das merkten wir in dem Markt daran, dass einer der Verkäufer kurzerhand seine Kamera hervorholte und die Situation mit uns filmte.
Nach langer und mühsamer Busfahrt, kamen wir endlich am alten Campus der Universität an. Mittlerweile erfuhr ich, dass wir aber nicht nur ein bisschen rumkicken würden, sondern ein richtiges Spiel, auf einem richtigen Platz, 11 gegen 11 bestreiten würden. Oh mein Gott, Hallo?! Warum sagst du mir das nicht früher, sonst war es doch auch nur Rumgebolze!? Meine Kondition und mein Körper erwarteten fürchterliches. Mehr oder weniger auch zu Recht! Auf einem Kunstrasenplatz, zwischen alten, von deutschen gebauten Gebäuden, stand ich nun mit einigen anderen Ausländern mittleren Alters und spielte gegen eine chinesische Truppe. Mir war es so peinlich, als ich einige deftige Patzer verursachte, die ich nicht mehr nur auf meine Nicht-Fußballschuhe schieben konnte. Es wurde erst besser, als ich in die Abwehr gestellt wurde, worüber sich auch meine Kondition freute, die nicht mehr dermaßen gefordert wurde. Nach dem der 2:0 Rückstand aufgeholt wurde, hätten wir am Ende auch 2:3 gewonnen, wenn unsere Gegner nicht noch nach Italiener-Manier ein Tor in der letzten Minute geschossen hätten. An der Qualität und Objektivität unseres Schiedsrichters darf gezweifelt werden. Doch es hat insgesamt Spaß gemacht und die Aufgabe eines Abwehrspielers hab ich ausreichend erfüllt, weswegen ich nächste Woche wieder dabei bin!
Es war 17Uhr und mittlerweile hatte sich wieder meine Kollegin von der Arbeit gemeldet. Ich hatte mir gut einen gemütlichen Abend mit einem Film und vor allem Sitzmöglichkeit vorgestellt. Das sture Ding blieb aber so unnachgiebig, weswegen ich dieses Mal doch zu ihr nach Tai Dong gefahren bin. Das nächste Mal aber geht’s zu mir! Ich traf mich mit ihr in einem Einkaufszentrum und wurde zugleich freudig und hibbelig um mehrere Ecken gezogen. Sie hätte etwas Interessantes gefunden. Stehen blieben vor einem Tisch mit vielen kleinen, bunten Steinchen und mehreren Zangen. Sie war mitten dabei selbst Ohrringe zu basteln. Und eh ich mich versah, saß ich neben ihr und machte das gleiche. Ich stellte mir die Frage, wie tief ich schon gesunken sei. Zu meinem Verdruss klappte der Scheiß aber nicht mal richtig: Ich hatte irgendwie kein Gespür für eine schöne Konstellation, kämpfte mit meiner Feinmotorik und mit der Unfähigkeit die Zangen so zu benutzen, dass kleine Ösen am Ende der Drähte entstanden. Ein Paar vollendete ich dann aber doch und das sieht auch wirklich gut aus!
Nach getaner Arbeit, gingen wir zusammen essen, amüsierten uns über Chinesisch mit Englischen Akzent und spazierten noch ein bisschen umher, bevor ich mit dem letzten Bus in meine Richtung heim fuhr. Das war auch bitter nötig. Ich kaufte mir lediglich noch koreanischen Apfel-, bzw. Mangosaft in der Dose, die ich bei einer Folge „Die Deutschen“ getrunken habe. Ich schaffte es aber nicht die 40min durchzuhalten. Ich dachte noch einmal an Tim zurück, der gestern wieder in die Heimat zurückgeflogen ist und ging nach der Hälfte der Dokumentation ins Bett.
stefanreiss am 25. Oktober 09
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