Oktoberfest in China (So, 30.08.09)
Gerade eben waren wir auf dem Internationalen Bierfest von Qingdao - quasi dem Oktoberfest von China, wenn auch nicht von der Größe, aber von der Art. Und es gab alles, was es für ein gutes Fest bedarf: Bierzelte, Fahrgeschäfte, kleine Händler, Essen, Bier, laute Musik, viele Leute, Trinkwettbewerbe und bunt blinkende Dinge, die man auf dem Kopf tragen kann ^^.
Ich musste die ganze Zeit schmunzeln, als ich dort entlang lief. Alle großen Marken waren vertreten: Stuttgarter Hofbräu, Paulaner, Erdinger, Bitburger, Heineken, Claussener, Krombacher und noch paar mehr. Im HB Hofbräu Bier München kehrten wir schließlich ein und gönnten uns einen Krug Bier. Den durfte zwar ich schier alleine leeren, weil mein Gastvater und -bruder nicht so viel zu trinken scheinen, aber der Abend war definitiv eine mords Gaudi! Auf Bühnen gaben mega laut Sänger ihr Talent zum Besten und die Masse machte kräftig mit. Der Sänger in unserem Zelt konnte den Leuten gut einheizen, was vielleicht daran lag, dass er nach fast jedem Lied für das Publikum - jaja, natürlich ^^ - einen Becher Bier exte. Was aber völlig fehl am Platze für eine gute Party war, waren die Aufforderungen dieses Sängers zwischendurch. Immer wieder Mal sprach er die Leute an, die auf den blau-weißen Bierbänken tanzten, dass sie sich doch der Sicherheit wegen hinsetzen sollten. Wahrscheinlich musste er das sagen, so wie die Warnhinweise auf Kippenschachteln in Deutschland.
In der Ecke, in der wir saßen, war ich 'der' Held. Jeder von der fünfköpfigen Gruppe neben uns wollte ein persönliches Foto mit mir haben. Und abgesehn von den Leuten, die einfach so ein Foto von mir machten, gab es noch das eine Mädel, das gleich mehrere von mir machte, mit mir anstoß (sie war vielleicht 10) und mir bei einem Bild die Kamera schier auf die Nase drückte :).
Ein anderes Highlight waren die Trinkwettbewerbe, bei deinen jeweils drei Leute auf Zeit eine Flasche oder einen Krug leeren mussten.
Total lustig diese ganze Szenerie mit den deutschen Marken. Ein wenig stolz darauf, dass die das alles so toll finden, fühlt man sich dann schon!
Hier noch ein paar Bilder ;)
stefanreiss am 31. August 09
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Ankunft in Qingdao (Sa, 29.08.2009)
Sodele, jetzt bin ich also in Qingdao. Der Tag gestern war recht unspektakulär. Dominiert von der sechstündigen Zugfahrt halt. Im Zug, eine Stunde vor Ankunft ungefähr, hat mich ein Chinese angesprochen. Sein Englisch war schlecht, aber er verdeutlichte mir, dass er noch nie einen ausländischen Freund gehabt hätte, aber gerne einen haben würde. Deswegen solle ich mit ihm doch mal weggehen....häh? Darauf war ich nun nicht gefasst. Wie sollte ich ihm denn nun klar machen, dass ich das eigentlich gar nicht wollte? Er würde nächsten Monat in Qingdao studieren. Und dann fragte er noch, ob ich nicht mit ihm an seiner Station aussteigen könnte. Er würde mich gerne seiner Familie vorstellen. Hallo? Bin ich 'n Ausstellungsstück, oder was? Ich musste höflich ablehnen und dachte, dass meine Ausrede, dass mich einer von der Agentur am Bahnhof abholen würde und dort wartete, ausreiche. Aber davon ließ er sich nicht beeindrucken. Ich solle diesen halt einfach anrufen und morgen kommen. Ne du, mein Freund, lass ma gut sein. Ich vertröstete ihn damit, dass ich ihm eine SMS schreiben würde, sobald ich eine Simkarte besäße. Mittlerweile hab ich eine, was mach ich nur? Ich wollte nicht unhöflich zu ihm sein und es ist ja auch ganz nett, aber wenn ich das nicht möchte? Deswegen schreib ich ihm einfach gar nichts, das wird wohl das beste sein.
Dummerweise schenkte er mich auch noch ganz stolz scharfe Hühnerfüße. Also eingeschweist in einer Packung. Hhhmmmm, lecker. Woher kannte er nur meine Leibspeise?! Und jetzt spiel da mal ehrliche Begeisterung... . Damit die Sache ausgeglichen blieb, schenkte ich ihm einen Fruchtriegel vom Aldi, den ich dabei hatte.
Der junge Mann, ungefähr mein Alter, der mich vom Bahnhof abholte, war sehr nett. Er spricht gut Englisch und brachte mich zu meiner Familie. Auch diese ist sehr nett, besitzt ein großes Appartment, in dem alles sehr neu und recht schick ausgestattet ist. Mein Bett steht in einer Art Büro, ich hab Internetanschluss und ein bisschen Platz für meine Sachen. Den musste ich mir zwar erst besorgen aber nun passt es. Eigentlich hatte ich schon genug Stauraum, doch die haben mir trotzdem noch extra ein Metallgestell mit hässlichen Umhang ins Zimmer gestellt. Und ich wunderte mich noch, was die da im Wohnzimmer zusammenwerkeln ^^.
Das einzige, was ich bisher schon mal über die Gegend hier, in der ich wohne, sagen kann, ist, dass sie eher ab vom Schuss liegt. Bisher sah ich nur neue Straßen, leere Bauplätze und Wohnhochhäuser. Selbst Fahrräder gibts hier fast keine und auch keinen abgesperrten Teil für diese auf den Straßen. Bisher gabs das doch immer! Mein Gastvater und -bruder meinten sogar es gäbe keine Secondhand Fahrräder! Ich muss mich da mal in der Stadt direkt umschaun, kann ja nicht sein!
Angemeldet bin ich nun auch. Waren gerade auf der Polizeistation, in der sich jeder Ausländer binnen 24h anzumelden hat. Jetzt gehts dann entweder schwimmen und/oder auf das Internationale Bierfest von Qingdao. Ein bisschen Oktoberfest-Stimmung in China, kann nicht verkehrt sein :). Aber mein Gastbruder trinkt kein Bier, ich bezweifle gar, dass er Alkohol an sich trinkt -.- , deswegen müsste ich eigentlich mit anderen dort hin. Aber da ich die noch nicht kenn, ist das besser als nichts.
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stefanreiss am 30. August 09
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Ausnahmezustand Beijing (Fr, 28.08.09)
Oh Leute, meine Haare an den Waden sind immer noch zerstört. Vor zwei Tagen dachten wir uns eine Fußmassage zu gönnen. Nachdem es schien, als müsste die Masseurin extra geholt werden (denn eigentlich war es ein Friseur), weil um 23Uhr niemand mehr damit zu rechnen schien, waren die beiden erstmal mit der Menge unserer Beinhaare beschäftigt. Im Zuge dessen nahm mein Masseur zu wenig Öl und das machte sie vor allem dann bemerkbar, wenn er wild mit den flachen Händen die Waden entlang rieb. Aber so kräftig und schnell, dass es weh tat und überall zwickte. Doch ich wollte nicht rumjammern und außerdem fielen mir nicht die richtigen Vokabeln ein, um ihm mein Leid zu beschreiben. Also biss ich die Zähne zusammen. Naja und bisher sieht man immernoch die roten Überreste. Mein Waden sehn so aus, als hätten sie mords viele Pickel, danke! Aber immerhin sieht man diese Punkte nicht so sehr, weil ich ja so viele Haare habe ;).
Den Tag verbrachte ich mit Daniel, in dem wir planlos durch die Stadt irrten, auf der Suche nach leckerem Essen, Kaffee und einem Park. Unser Weg brachte uns auch in ein Viertel, in welchem man nur Botschaften findet. Alles sehr sauber, keine Händler und nur große, bewachte und mit Stacheldraht eingezäunte Gebäude.
Am Abend waren wir bei Jinge zum Essen eingeladen, einem Chinesen, den wir aus Freiburg kennen. Bei diesem erfuhren wir, dass man heute auf der Hauptachse der Stadt, der Straße, die direkt an der Verbotenen Stadt und dem Tiananmen vorbeigeht, die Parade für den Nationalfeiertag proben würde. In der ersten Oktoberwoche wird jedes Jahr eine ganze Woche lang die Staatsgründung der Volksrepublik China gefeiert. Das war diese Goldene Woche (oder Psycho-Woche-weil-ALLE-Chinesen-Urlaub-machen), in der ich das erste Mal mit Chantal und ihrer Schwester durch die Lande zog, falls ihr euch erinnert. Dieses Jahr wird der 60ste Geburtstag gefeiert und die Parade wird einmal durchgespielt. Deswegen war es nicht mehr möglich die Hauptachse, die sich direkt in der Mitte der Stadt befindet, mit dem Auto zu überqueren. Da auch eine Metrolinie gesperrt wurde, waren wir kurzerhand gezwungen 1,5h nach Hause zu laufen. Dadurch konnten wir aber in Ruhe die Straßensperren und Hunderte von Polizisten beobachten. Zusammenfassen gesagt: Ausnahmezustand in Beijing! Wenn wir den Dingen, die uns Jinge erzählt hat, geglaubt hätten, hätten wir um unser Leben fürchten müssen, wenn wir dem Treiben zu nahe kommen und es stören wollen. Aber so schlimm war's dann doch nicht. Jedoch übertrieben sie schon ein wenig, meiner Meinung nach.
Blöderweise war auch die gesamte Straße, in der ich wohne, abgesperrt und alle 25 Schritte stand ein Polizist. Hoffentlich würden die mich am Ende überhaupt wieder rein lassen ^^. Allein an der Kreuzung, an der die Sperrung dieser Seitenstraße endete, standen über 50 Polizisten! Also das war ja 500m von der Hauptachse entfernt. Dadurch könnt ihr euch die Ausmaße vielleicht besser vorstellen. Während wir auf dem Weg zum Sanlitun (dieser Gegend mit den vielen Bars) waren, bekamen wir schon die erste Gruppe der Parade zu sehen und ehe man sich versah war die GESAMTE Straße von Menschen gefüllt. Diese Parade im Oktober muss wirklich ein riesiges Spektakel sein und ungleich allem, was man in Europa zu sehen bekommt. Nach einer weiteren halben Stunde laufen, weil wir kein Taxi fanden, ging es endlich in die Barblue, unsere Barblue, die uns schon im März glückliche Stunden bereitet hat. Ein netter Abend unter Ausländern, ist mein Resumee. Eine Sprachschule mit 100 Leuten war an diesem Abend zu Gast und dadurch waren wir Ausländer definitiv in der Mehrheit. Ein etwas seltsames Gefühl.
Noch seltsamer war allerdings eine Frau, die wir danach auf der Straße kennen lernten. Eine Koranerin, die wegen ihrer behandelten Zähne nicht sprechen konnte und sich deshalb nur mit Zeichensprache und Bildern auf einem Block kommunizierte. Sie konnte auch nur wenig Chinesisch, deshalb schrieb sie auch selten Sätze. Zudem war sie schon recht knülle, wollte aber trotzdem, dass wir ihr was zum Trinken oder essen bestellten. Sie war schon über 50 nehm ich an. Das ganze kam mir so surreal vor und ich hatte auch keine Lust auf sie, aber Daniel spielte mal mit und "unterhielt" sich mit ihr. Etwas schwer zu beschreiben alles, deswegen häng ich euch ein Bild von so einer Notiz an, damit ihr selbst seht, wie seltsam das alles war.
Nach Hause kam ich aber ohne Probleme, falls euch das noch interessieren sollte.
Die Bilder:
Man beachte meine hübsche Snoopy Bettdecke ;) und dieses komische Gesicht mit den vielen Strichen links und rechts der Augen. Das hatte sie mehrmals gezeichnet...*kopfschüttel*
PS: Ich hab in nem alten Beitrag noch paar Bilder angehängt.
stefanreiss am 29. August 09
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Himmelstempel, Houhai ... (Mi, 26.08.09)
Morgen reist Jonathan weiter nach Wudang. 20h Zugfahrt hat er vor sich *hehe* ^^. Um endlich mal Schlaf nachzuholen, sind wir um 12 Uhr erst aufgestanden. Bevor wir in die Stadt zogen, besorgte ich mir aber erst das Ticket nach Qingdao. Wieso ich aber statt 30Kuai Buchungsbeguehr ganze 100 zahlen sollte und weswegen auf der Quittung nur 30.- steht, bleibt mir ein Raetsel. Ich hab die Quittung zu spaet gecheckt und die Ausreden der Buchungsfrau waren doch sehr suspekt. Aber wie soll man argumentieren, wenn man es nicht 100% weiss? Vermutlich werde ich in Zukunft doch wieder die Tickets selbst besorgen oder vorher alles genau checken. Tickets kaufen in China ist aber nunmal die Hoelle! Aber nach diesen vier Monaten, sollten meine Chinesisch-Kenntnisse ausreichend sein :).
In der beruehmtesten Einkaufsstrasse Chinas - der Wangfujing - trafen wir uns mit Daniel, den ich damals in Dalian kennen lernte, mit dem wir ein bisschen einkauften. Als dieser etwas anderes vor hatte, machten wir uns auf in Richtung Himmelstempel. Auf dem Weg zur Metro trafen wir einen netten Chinesen, der uns in Englisch ansprach. Nach einem netten Palaber - er sprach sehr gutes English - stellte sich heraus, dass er seit 10Jahren Kalligrafie studiere und in ner Woche fuer 10 Tage nach Muenchen fahre, um dort einen Intensivkurs anzubieten. Er lud uns in sein Buero ein, um dort unsere Namen in Kalligrafie zu schreiben. Um so eine Chance nicht ungenutzt zu lassen, gingen wir mit. In dem Buero hingen ueberall an den Waenden Bilder, es gabe eine Couch und einen Schreibtisch mit ein paar Schreibutensilien. Er war ein wirklich netter junger Mann (23) und zeigte uns nach unseren Namen die Werke seiner Kunst und diese waren wirklich unglaublich. Eigentlich perfekte Kunstwerke in verschiedenen Stilen chinesischer Malerei. Aber er mache dies ja auch schon seit 10 Jahren, erwiderte er, als ich es kaum glauben konnte. Doch wie es kommen musste, bemerkte er dann nebenbei, dass man diese Bilder auch kaufen koenne. "Aha..., ok." Jonathan kaufte am Ende zwei davon. Aber zurueck bleiben zwar schoene Bilder, aber ein fahler Nachgeschmack, ob es nicht nur Kunstdrucke seien. Vor zwei Jahren noch haette ich NIE und nimmer auch nur einen Gedanken daran getan, dass dies vielleicht ein vorgetaeuschtes Spiel waere. Aber mittlerweile kenne ich so viele Geschichten, dass ich mir dies leider vorstellen kann. Vor allem, weil ich ihn bat, mir doch einmal einen kleinen Mann, wie er auf einem seiner Bilder zu sehen war, zu zeichnen. Ich wollte dies nicht nur als Test, sondern einfach, weil ich es gerne gesehen haette. Aber nachdem er erstmal meinte, er haette nicht das richtige Papier und dass es mit Pinseln nicht ginge, behauptete er, dass er dazu benoetigte Stift nicht hier sei, sondern in seiner Schule. Alles klar, wir sitzen also in seinem Buero FUER die Schule, in dem auch seine Lehrerin rumlungerte, aber wir sollen glauben, dass es in diesem nicht so einen Stift geben soll?
Also wie gesagt, ich weiss nicht. Letztendlich sind die Bilder ja schoen, aber ueberteuerte Kunstdrucke zu kaufen und angelogen zu werden, ist halt nicht so prickelnd. Aber wenn die Geschichte tatsaechlich Show war, dann war es eine perfekte inszenierte mit sehr glaubwuerdigen Schauspielern.
Der Himmelstempel war in Ordnung. Das war der Ort, an dem der Kaiser frueher einmal im Jahr dem Himmel geopfert hat, um fuer eine gute Ernte zu bitten. Eine riesige Parkanlage mit einigen Tempeln und Gebaeuden. Interessant waren die aelteren Menschen, die sich die Zeit im Park mit Kartenspielen oder Musikinstrumenten vertreibten. Einer der aelteren Maennder setzte sich direkt von seinem Rollstuhl auf die Bruestung und begann damit seine Mundorgel (im Ernst, das Geraet besass kleine Orgelpfeifen) zu spielen. Beim Weitergehen aber zweifelte ich an seiner Rollstuhlgebundenheit, weil er aufstand und sich an der Saeule zu dehnen begann.
Der Hoehepunkt des Tages jedoch war der Houhai District, einem Gebiet um einen See gelgen, dass sich zum Szeneviertel mit Bars, Discotheken und kleinen Laedelchen entwickelt hat. Eine so unglaublich schoene und coole Gegend! Alles ist bunt, verpackt in Gebaeuden mit altem Stil, der See liegt zur einen Seite, Bars mit Sofas vor der Tuer auf der anderen. In 3/4 der Bars spielen Bands Livemusik, man kann teilweise auf dem Dach sitzen und im hinteren Bereich gibt es Souvenirlaeden, die jedoch nicht den normalen Plunder anbieten, sondern zum Teil selbstgemachte, individuelle Kleinigkeiten und das zudem zu angemessenen Preisen. Vor allem Jonathan war nicht mehr zu halten und gab so gut wie sein ganzen restliches Geld aus. Schmuck fuer die Freundin, Tshirts, Postkarten, Schachspiel etc etc fuer ihn. Fuer einen Siegelstempel, konnte ich mich jedoch auch begeistern. Siegelstempel haben in China eine Jahrhunderte alte Tradition. Fuer nur 45Kuai liess ich mir meinen chinesischen Namen auf so einen ritzen, der auf der Oberseite einen kleinen Tiger besass - mein Symbol im chinesischen Horoskop. Jonathan war danach aber immer noch nicht so bremsen. Deswegen nennt er nun einen gruenen Laserpointer sein eigen. Aber hey, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so einen starken gesehn. Alles bisherige verpufft im Nichts. Ich bin immernoch ueberwaeltigt von der Reichweite, wenn ich an diese denke. Gleichzeitig erschreckt mich es, wenn ich mir vorstelle, diesen ins Auge zu kriegen!
Nachdem wir ungefaehr acht Taxifahrer fragen mussten, ob sie den Weg kannten oder ob sie uns fahren wuerden, wurden wir endlich nach Hause gebracht.
stefanreiss am 27. August 09
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Ankunft - erster Tag (Di, 25.08.09)
....und schon geht es wieder los: China!
Mein dritter Aufenthalt im Reich der Mitte, dieses Mal ganze vier Monate, beginnt. Nachdem ich auf den Weg nach Frankfurt mein Handy verlor (es wurde jedoch wieder gefunden), ich mit Jonathan (jemanden aus Freiburg, dem ich helfen soll nach Wudang zu kommen, weil er dort Kungfu ueben moechte) 9h40min im Flugzeug sass, mich mit engen Sitzen, aber diesmal gutem Essen und ganzen vier Filmen beschaeftigte, kam ich in der Landeshauptstadt an. Jetzt in der Stadt, aber auch schon im Flugzeug, war es ein seltsam vertrautes Gefuehl, dass mir den Anschein gab, ich waere seit letztem Maerz (mein letzter Aufenthalt) nur eine Woche oder so weg gewesen.
Da ich und meine Familie den Abend vor meinem Abflug mit Wein und Karaoke beendeten und ich auch danach nicht viel schlafen konnte, bin ich jetzt dementsprechend zerstoert. Nach der Ankunft im Hostel, dass von der Lage perfekt liegt, aber im Prospekt besser aussah, als in Wirklichkeit, sind wir bisher nur essen und einkaufen gegangen. Das erste Mal wirklich alleine Chinesisch essen in nem kleinen Lokal, in dem es keine Bilder gibt. Seither waren immer Personen dabei, die besser als ich die Sprache konnten. Dass ich mittlerweile selbst zum Reisefuehrer wurde, ist ein neues Gefuehl fuer mich. Aber es klappt bisher ganz gut. Zwar sind wir in Frankfurt zum falschen Gate gelaufen und sind dadruch umsosnt angestanden, um uns abermals durchleuchten zu lassen oder solche kleinen Geschichten, aber prinzipiell laeuft es gut ;). Zu Essen gabs selbstnatuerlich Tomate mit Ei - man erinnere sich :D - und noch ein Gericht, dass es ueberall in China gibt und immer ganz gut schmeckt. Wie haette ich auch was anderes bestellen koennen, wenn man die Karte nur bruchstueckweise lesen kann. So konnte ich einfach vorher fragen, ob sie dieses oder jenes haetten und direkt bestellen. Guterweise wurde ich beim Durchlesen der Englisch-Chinesischen Karte misstrauisch. Wieder mal sahen die Preise zu teuer aus, im Verhaeltnis zur Lokalitaet und den Gerichten. Widerwillig, mit einer deutlichen Mine, aber ohne sich verbal zu wehren, gab der Kellner mir die reine chinesische Karte und siehe da: eine viel groessere und vor allem billigere Auswahl. Bei der ersten Variante zahlte man um die 20Kuai pro Gericht. Wir hatten zwei insgesamt und zwei Schaelchen Reis. Durch die chiensische Variante waren es dann insgesamt 27Kuai, also angemessen! Wenn der jetzt gewusst haette, dass ich die Karte gar nicht richtig lesen konnte, also gar nicht wusste, wieviel meine gewollten Gerichte kostetet und er trotzdem einen hoeheren Preis verlangen haette koennen, ohne dass ich es gemerkt haette.... :)
Nach 2,5h Schlaf werden wir nun den Tag mit Rumgammeln und einer Massage beenden, um hinterher in unser fensterlosen, stickiges Zimmer mit 4cm Matratze zurueckzukehren.
Alles Gute euch,
Stefan
stefanreiss am 17. August 09
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