Freitag, 28. August 2009
Ich habe ein Handy! (Do, 27.08.09)
Jonathan faehrt heute 20h nach Wudang, wofuer ich ihn zum Westbahnhof brachte. Wenn sonst nicht, hatte er wenigstens dort sein Gewusel und die Groesse, die er von einer Grossstadt erwartete. Ein unglaubliches Gebaeude, was die Architektur und die Groesse angeht. Leider konnte ich ihn nur bis zur Tuer begleiten, wovor die Tickets kontrolliert wurden. Um 17Uhr fuhr er, da war davor recht wenig Zeit fuer groessere Dinge hatte, gingen wir in den Beihai Park - der aeltesten kaiserlichen Gartenanlage Chinas. Dieser liegt direkt neben der Verbotenen Stadt und besitzt eine jahrtausend alte Tradition. Es wurde kuenstlich ein See, Berg und Hoehle angelegt und man kann zwischen Lotus, Wacholder, Zypressen etc lustwandeln und den Ausblick ueber Beijing von der Weissen Pagode geniessen. Ein schoener Park, auch wenn sich manche Zusatzeintritte mal wieder nicht lohnten ^^.

Nachdem ich Jonathan am Bahnhof absetzte, traf ich mich mit Daniel an einer Metrostation. Auch wenn es auf der Karte mal wieder sehr einfach aussah, war ich nicht in der Lage die Metrostation zu finden. Erst ein wieder ultra netter Chinese, der, wie es scheint, extra nur wegen mir mitlief und mir den Weg zeigte. Wieder einmal wirklich bewunderndswert, da es mindestens 10min in die verkehrte Richtung seines Weges ging. Ich konnte mich nur mehrmals herzlich bei ihm bedanken. Nach gutem koreanischem Essen, welches ich in Deutschland schon vermisste, und einem hin und her in den Handyladen, entschied ich mich endlich fuer eines. Zur naeheren Auswahl standen ein Lenovo (Chinas bester Marke) mit Touchscreen, der Moeglichkeit Zeichen auf das Display su schreiben und zwei Simkarten parallel zu nutzen. Beides Vorteile, die mir die Wahl nicht leicht machten. Dafuer sieht das Handy an sich vom Design her eher mittelmaessig aus und auch das Menue innendrin eher billig. Die Alternative waren Markengroessen wie Sony Ericcson, Nokia etc, bei denen man weiss, was man hat, bei denen die Garantie leichter sein wird, die jedoch auch teurer sind. Ich entschied mich letztenendes fuer ein Sony W302, dem selben, was Ahmet hat, nur in weiss. So viele SMS in Chinesisch schreibe ich nicht, als dass ich unbedingt diese mit einem Stift eingeben muesste. Und mir war es mehr wert ein gutes Gefuehl zu haben, jedes Mal, wenn ich das Handy in die Hand nehmen und zu merken, dass man wirklich ein edles Geraet und Qualitaet in den Haenden haelt. Runtergehandelt haben wir natuerlich kraeftig. Eine Handynummer, unter der man mich erreichen kann, werde ich jedoch erst am So besitzen.

Nachdem dieser Teil nun endlich abgehakt war, gingen wir noch einmal in den Houhai (Bar) District, um den Abend mit Cocktails ausklingen zu lassen.